Ehrenamtsmesse 2012

- Stralsund(OZ) - Sie helfen mit auf dem Ponyhof, in der Sozialarbeit oder klassisch beim Deutschen Roten Kreuz. Um sich zu engagieren, gibt es viele Bereiche. Am Wochenende auf der Ehrenamtsmesse für den Großkreis Vorpommern-Rügen stellten Aktive ihre Tätigkeit in Vereinen, Selbsthilfegruppen und Wohlfahrtseinrichtungen vor.
Organisiert wurde die Messe vom Deutschen Roten Kreuz. Neben Landrat Ralf Drescher, OB Alexander Badrow und Staatssekretär Nikolaus Voss begrüßte Werner Kuhn, Europaabgeordneter und Präsident des DRK-Landesverbandes, die Gäste. „Unser Veranstaltungsort im Gewölbekeller des Rathauses ist ein Symbol dafür, dass das Ehrenamt die Gesellschaft trägt“, sagte er in seiner Rede und hob bildlich die Bedeutung der Arbeit der Helfer hervor.
Mit 1457 Besuchern und 52 Ausstellern wurden bei der fünften Auflage der Messe alle bisherigen Bestmarken geknackt. Ein Ziel war es auch, auf weniger bekannte Gruppen aufmerksam zu machen. So demonstrierte eine Selbsthilfegruppe für Schlaf-Apnoe die gefährlichen Atemaussetzer während der Schlafens. Ein neues Projekt „Senioren ans Netz“ wurde von EDV-Berater Michael Bernhardt präsentiert.
Der Hof Stöppistöd aus Weitenhagen bei Stralsund stellte die therapeutische Arbeit mit Tieren vor. Von der Rettungshundestaffel der Johanniter Unfallhilfe eroberten die treuen Vierbeiner das Herz vieler Ausstellungsbesucher. „Es gehört viel Training dazu, aber für Tierfreunde ist die Arbeit sehr bereichernd“, erzählte Ausbilderin Eva Köhler (44).
Die Vielfältigkeit des Einsatzes beim Deutschen Roten Kreuz zeigten die Mitglieder der verschiedenen Ortsgruppen. Während einige Damen an ihrem Spinnrad saßen, engagiert sich Sieglinde Hoppenrath seit Jahresbeginn für die Verpflegung von Blutspendern. „Man lernt viele andere Menschen kennen und macht etwas Sinnvolles mit seiner Zeit“, erklärte die 62-Jährige ihren Einsatz für die Allgemeinheit.
Nachdem sich Julia Radzewitz (21) und Martin Strauch (24) von den Rettungshelfern informieren ließen und Blut gespendet hatten, kamen sie ins Gespräch mit weiteren Aktiven. „Ich habe mich in Berlin schon in einem Leichathletikverein als Übungsleiter engagiert und suche jetzt nach Möglichkeiten, mich einzubringen“, sagte der 24-Jährige. Besonders interessieren ihn Sportvereine, wie der Stralsunder Kanu Club, der auch mit einem Drachenboot im Rathauskeller vertreten war Viele andere Besucher wollten sich gern für Kinder und die Opfer von Straftaten einsetzen. Doreen Breuer (33) berichtete über ihre Arbeit beim Weißen Ring. „Ich habe schon als Schöffin am Gericht gearbeitet und möchte auch jetzt für die Menschen da sein und ihnen helfen“, sagte sie.
Man lernt bei der ehrenamt- lichen Arbeit viele andere Leute kennen und macht etwas Sinnvolles mit seiner freien Zeit.“Sieglinde Hoppenrath (62), DRK-HelferinUnser Veranstal- tungsort im Gewölbekeller des Rathauses ist ein Symbol dafür, dass das Ehrenamt die Gesellschaft trägt.“Werner Kuhn (56), MV-Präsident des DRKIch habe unter anderem schon als Schöffin am Gericht gearbeitet und möchte für die Menschen da sein.“Doreen Breuer (33), VerkäuferinIch habe mich in Berlin schon in einem Leichathletik- verein als Übungsleiter engagiert und will mich auch hier einbringen.“Martin Strauch (24), Angestellter